Passives Einkommen mit Affiliatemarketing generieren

Passives Einkommen ein Mythos?

Geld verdienen, ohne etwas dafür zu tun. Davon träumt jeder hin und wieder. Aber ist das wirklich möglich?

Die Antwort: Das ist eine Frage der Definition des Wortes “passiv“. Denn entweder investierst du (Arbeits-)Zeit oder du investierst Geld. So werden zum Beispiel Mieteinnahmen gerne als passives Einkommen aufgeführt. Jedoch musst du zunächst Geld in Immobilien investieren. Zudem gilt es die Wohnungen instand zu halten. Hierfür musst du auch entweder selbst anpacken oder jemanden dafür bezahlen. Selbst für einen Lottogewinn musst du für den Schein löhnen. Du siehst, auch für ein vermeidlich “Passives Einkommen” musst du immer etwas reinstecken.

Diese zwei Grundprinzipien finden sich auch im Affiliatemarketing wieder: Es gibt Strategien bei denen du wenig Zeit, dafür Kapital investieren musst und andere, die kein oder wenig Geld erfordern, dafür jedoch mehr Zeit kosten.

Zeit gegen Geld

Hier zunächst einige Strategien, mit denen du auch ohne Anfangs-Kapital als Affiliate Geld im Internet verdienen kannst:

  • Postings in Sozialen-Medien wie Facebook, Instagram und LinkedIn
  • Contentmarketing: Betreiben eines Podcast oder YouTube-Kanals, Erstellung von Nischenseiten oder Blogs, die “organisch” über Suchmaschinen gefunden werden

Die meisten Affiliates beginnen damit, Ihre Links in den Social Media Netzwerken händisch zu posten. Das ist sehr einfach für jeden zu realisieren. Alles was du benötigst ist ein internetfähiges Gerät wie ein Handy. Der große Nachteil: Die Posts verschwinden recht schnell in der Timeline und du musst einen neuen erstellen. Eine automatisierte Veröffentlichung über Tools wie Buffer ist nur eingeschränkt möglich und kostet bisweilen Reichweite. Hier tauschst du sicher am meisten Zeit gegen Geld.

Beim Contentmarketing sieht es ganz anders aus. Du erstellst einmalig Inhalte, die auch nach Monaten oder Jahren noch konsumiert werden. Aber auch bei einem Blog, YouTube-Kanal oder Podcast erwartet der Konsument (und somit auch Google) immer wieder neue Inhalte. Generell ist die Erstellung dieser Inhalte aufwändiger. Du kannst jedoch auf Lager produzieren und von WordPress oder YouTube automatisiert veröffentlichen lassen. Der Nachteil: Es braucht einiges an Zeit, bis dein Kanal auf den ersten Plätzen der Suchmaschinen gelistet wird.

Bezahlte Werbung

Viel schneller lassen sich Ergebnisse im PPC (Pay Per Click) erzielen. Diese Zeitersparnis erkaufst du dir in Form von Werbebudgets (Adspend). Die am häufigsten genutzten Werbekanäle sind

  • Google Ads
  • Facebook
  • Instagram
  • YouTube
  • LinkedIn
  • Displaynetzwerke (z.B. Google Display)

Besonders wirkungsvoll ist die Kombination aus initialen Anzeigen und Remarketing. Hier schaltest du beispielsweise Anzeigen über Facebook und setzt ein Retargetingpixel bei jedem, der deine Anzeige klickt. Dies ermöglicht es, dass diesem bereits interessierten Kunden immer wieder Anzeigen zugespielt werden können

Beim Remarketing kannst du auch plattformübergreifend Werbung ausspielen. Du kennst das bestimmt: Du hast dir bei Amazon ein Produkt angeschaut und erhältst nun auf ganz anderen Seiten Werbung für genau dieses Produkt.

Da im Schnitt nur 30% des Umsatzes auf Spontankäufe zurückzuführen ist, lohnt sich der Aufwand. Da du als Affiliate keinen Retargetingpixel auf der Landingpage des Vendors unterbringen kannst, musst du auf Tools wie Convertlink zurückgreifen, um die restlichen 70% des Umsatzes abzugreifen.

Ganz ohne zeitlichen Aufwand geht es aber auch beim Advertising nicht. Die Anzeigen müssen erstellt und die Kampagnen regelmäßig durch AB-Tests optimiert werden.

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Und es geht doch:
Andere für dich arbeiten lassen

Natürlich könntest du Unternehmer werden und Mitarbeiter einstellen. Aber auch hier investierst du Geld. Anders sieht es bei Second Level oder Multi Level Affiliate Programmen aus: Hier empfiehlst du anderen Affiliates ein Partnerprogramm und erhältst selbst eine Provision auf deren Umsätze oder Verdienste.

So etwas gibt es z.B. bei Digistore24 oder Elopage.

Natürlich könnte man hier einwenden, dass es auch Arbeit macht ein Affiliateprogramm eines Vendors an andere zu empfehlen. Zudem fällt die Provision hier geringer aus und du hast wenig Einfluss auf die Arbeit deiner gewonnenen “Downline Affiliates”. Dennoch kommt diese Strategie der Idee eines passiven Einkommens recht nahe.

Fazit

Wirklich passiv ist dein Einkommen über Affiliatemarketing nie. Welche Vorgehensweisen für dich am besten passen, hängt in erster Linie von deiner persönlichen Situation und deinen Vorlieben ab.

Hast du viel Zeit, kein Budget für PPC und auch keine Lust eigene Inhalte zu produzieren, dann ist das Posten im Social Media ein probates Mittel, um Geld mit Affiliatemarketing zu verdienen.

Bist du eher ein kreativer Kopf, dann bring dir Contentmarketing ein nachhaltiges Einkommen.

Möchtest du nicht in die Öffentlichkeit treten, dann ist Advertising für dich als gewissenhafter Statistiker ein schneller Weg zum Geld.

Welche Kanäle nutzt du? Über welche Strategien möchtest du mehr erfahren? Schreib mir in den Kommentaren!

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3 Antworten

  1. Christian sagt:

    Ein guter Einstieg, um mit dem bekannten Mythos ein wenig aufzuräumen. Mir fällt auch auf, dass sich die Indikatoren “Qualität” und “Reichweite/Conversion” oft gegenseitig im Weg zu stehen scheinen. Oder anders gesagt: Ein Affiliate-Partner, der am Anfang seiner Karriere steht und wenig Reichweite hat, überzeugt einen Kunden mehr durch Qualität zum Kauf (muss er auch), während der Vendor mit häufig wesentlich höherer Reichweite weniger Energie in die Qualität steckt und allein durch Masse und CLV seinen Umsatz realisiert.

    Ab einem gewissen Punkt arbeiten ihm die Affiliate-Partner als zusätzliche Reichweiten-Multiplikatoren natürlich zu und damit gilt erneut das ungeschriebene Gesetz: Je mehr Du hast, desto mehr kriegst Du. 😉

    Daher wundert es mich persönlich nicht, dass viele Affiliate-Partner irgendwann selbst den Sprung hin zum Vendor-Dasein wagen und beginnen, eigene Produkte anzubieten. Was mich dabei allerdings enttäuscht ist, dass ihnen oft nichts besseres einfällt, als der nachfolgenden Generation Wege aufzuzeigen, wie sie selbst wiederum als Affiliates “passiv” Einkommen erzielen.

    Wenn Du das genau beobachtest, wirst Du feststellen, dass die Qualität von Iteration zu Iteration sinkt und am Schluss bleibt nur noch ein “Hab das kleinste Gescheftsmodel entdekt. Verdine 176,22 Euro pro tag ohne eigenes Gelt. Schreib INFO”.

    Was für konkrete Strategien empfiehlst Du ernstzunehmenden Affiliate-Partnern, deren Ziel es ist, Teil einer Wert-Schöpfungskette zu sein (Wert im Sinne von “Mehr-Wert für den Endkunden”), bzw. welche der folgenden Ansätze empfindest Du persönlich als vielversprechend:

    1. Betrieb eines monetarisierten Blogs, der sinnvolle Artikel mit hoher Qualität und Affiliatelinks bereitstellt (hoher, wiederkehrender Aufwand, regelmäßig neue Beiträge, hoher Wartungsaufwand hinsichtlich der Links und Partnernetzwerke wie Amazon)

    2. Aufbau eines “Vergleichsportals”, das als statische Website verschiedene Produkte aus der gleichen Kategorie vorstellt, sauber die Merkmale hervorstellt und abgrenzt und es Kunden ermöglicht, das passende Produkt unter denen zu finden, die er eh sucht (einmaliger Aufwand, dafür eingeschränkter hinsichtlich der Zielgruppe)

    3. Produktbundles (mit Affiliate-Links), die sinnvoll zusammengestellt sind und dem Endkunden die Arbeit abnehmen, sich alles selbst zusammensuchen zu müssen

    Während es bei 1 und 2 offensichtlich ist, dass Du dafür eigene Webseiten betreiben darfst, wäre zudem die Frage, wie Produktbundles am sinnvollsten angeboten werden könnten.

    • Carsten sagt:

      Hallo Christian, vielen Dank für deine Gedanken zu dem Thema!

      Für mich als Affiliatemanger (Sicht des Vendors) ist es natürlich kontraproduktiv, dass aus gute Affiliates häufig die Seite wechseln und selbst Produkte heraus bringen. Ich habe so schon mehrere Umsatztreiber verloren. Da ich aber auch in der Vertriebs- und Unternehmensberatung heimisch bin, sehe ich Affiliatemarketing als ein schönes Sprungbrett für angehende Unternehmer. Du kannst dich risikofrei mit Affiliateprodukten ausprobieren, bevor du das erlernte Marketingwissen mit eigenen Produkten und Services umsetzt.

      Dass Affiliates häufig “nur” ihr eigenes Wissen in Kursen vermarkten, liegt nahe. Ich sehe jedoch nicht zwingend die Regel, “dass die Qualität von Iteration zu Iteration sinkt“. Ein guter Wissensvermittler wird unnötiges Wissen wie ein Filter abscheiden und zugleich seine Inhalte durch zielführendes Know-how anreichern. Die allerwenigsten Trainer oder Autoren erfinden das Rad neu. Sie zeigen ihren Kunden vielmehr die zwei von zehn Strategien, die wirklich zum Erfolg führen. Dieser zahlt letztendlich für die Abkürzung. Hat der Affiliate wirklich viel ausprobiert und Know-how gesammelt, so wird die Iteration wie ein Filter wirken. Als Lehrer zeigst du deinen Schülern auch nur die 4% des Eisbergs deines Wissens. Der Rest wird nicht benötigt und würde nur überfordern.

      Zu deiner Frage:
      Alle drei Vorgehensweisen sind zielführend. Die Frage ist, was dir mehr liegt. Beim Blog (Podcast, Videokanal) musst du regelmäßig neue Impulse vermitteln. Hierzu musst du stetig neue Themen recherchieren und viel Freude an der Wissensvermittlung haben. Das Vergleichsportal (oder die Nischenseite) bedingt den Kauf und Test verschiedener Produkte. Es bietet weniger Abwechslung, muss dafür aber auch nicht so regelmäßig ergänzt werden.

      Ein Produktbundle ist eine gute Idee. Jedoch würde ich nicht vom Produkt her denken: Zeige der Zielgruppe lieber Lösungen für ihre Aufgabenstellungen. Die besten Produkte für die für die Ausführung der vorgestellten Strategie notwendig sind, kannst du dann nebenher einfließen lassen. Auch eine Kombination von zwei Artikeln ist denkbar: Du präsentierst beispielsweise eine Strategie bei der auch E-Mailmarketing eine Rolle spielt. Hier verweist du dann auf deinen Vergleichstest entsprechender Lösungen. Die Entscheidung für eins der vorgestellten Tools bleibt beim Leser. Kunden lieben es selbst die Entscheidung zu treffen. Natürlich haaben alle vorgestellten Tools deinen Affiliatelink.

      Eine Frage: Die Apps, die du auf deiner Seite anbietest, sind das Native Apps oder Web Apps?

      • Christian sagt:

        Zu Deiner Frage:
        Aus Sicht der Plattformbetreiber Google & Apple handelt es sich um Native Apps. Aus der Sicht eines Entwicklers würde ich von hybriden Apps sprechen. Ganz kurz erklärt darfst Du Dir das Konzept so vorstellen: Die App an sich wird nativ bereitgestellt. Die optionale Home-View verfügt über native Schaltflächen, die Navigation mittels Tab-Bar ist nativ, die Einstellungsseite mit Switch-Toggles ist nativ genauso wie die Push-Funktion (inkl. Geo-Fences). Der Inhalt wiederum wird über eine WebView eingebettet. Der Clou ist allerdings, dass ich sowohl das Aussehen der responsiven Website zusätzlich für eine außerordentlich gute App-Experience anpassen kann wie auch das Verhalten. Das ganze fußt auf einem Generator, der einen Großteil der Arbeit abnimmt; mir aber viel Spielraum für individuelle Optimierungen und Beratung lässt.

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