Facebook Retargeting

Facebook Retargeting oder Remarketing bedeutet, dass ein Lead, der bereits eine Ad in einer deiner Kampagnen geklickt hat, wiederholt mit für ihn passenden Angeboten (Facebook Retargeting Ads) angesprochen wird. Dies ist nicht nur innerhalb von Facebook Kampagnen sondern auch z.B. als Remarketing mit Google Display Anzeigen möglich.

Gemäß der 7-Kontakte-Regel benötigst du mehrere Touchpoints, um einen Lead zum Kauf zu überzeugen. Entsprechend entstehen nur 10 bis 30% deiner Umsätze spontan durch den ersten Klick auf deine Anzeige. Den größten Teil deines Geldes verdienst du also im Remarketing.

Gleichzeitig sind E-Mailmarketing oder Anzeigen in Displaynetzwerken viel günstiger als PPC bei Facebook. Daher lohnt es sich auch Remarketing außerhalb des Facebook-Kosmos zu betreiben.

Facebook Retargeting einrichten

Wenn du Retargeting ausschließlich innerhalb von Facebook Ads nutzen möchtest, kannst du eine Custom Audience mit Leads targetieren, die mit deinem ersten Post interagiert haben. So könntest du eine Video Ad schalten und eine Custom Ausdience aus allen bilden, die das Video zu mindestens 50% geschaut haben. Oder du nimmst alle als Zielgruppe, die dir ein Like gegeben haben. An diese kannst du nun weitere Remarketing Anzeigen ausspielen. Zudem kannst du einen statistischen Zwilling in Form einer Lookalike Audience erstellen, um die Zielgruppe zu vergrößern.

Anders herum kannst du aber auch Leadlisten (z.B. aus deinem CRM oder deinem E-Mail-System) hochladen, um im Anzeigen Manager eine Custum Audience zu erstellen, die du nun auch über Facebook bespielst. Das lohnt sich insbesondere auch bei deinen LinkedIn Kontakten, da die Preise von LinkedIn Ads aktuell bis zu zehn Mal höher sind.

Um ein Remarketing deiner Facebook Ads außerhalb von Facebook zu bewerkstelligen benötigst ein Facebook Retargeting Pixel oder einen Lead Magnet. Während ein Vendor dieses einfach auf der Verkaufs- und Bestellbestätigungsseite einbauen kann, musst du als Affiliate in die Trickkiste greifen, um deine Pixel zu setzen. Diese Varianten bieten sich an:

Retargeting Tools

Der einfachste Weg, beliebige Retargeting Pixel zu setzen, geht über ein Tool wie ConvertLink. Der Dienst zur Linkkürzung ist in der Lage während der Weiterleitung automatisch Pixel auszuspielen, um Interessenten (warme Leads) zu tracken. Hierzu gibst du lediglich den Affiliatelink und deine Retargeting Pixel im Backend von Convertlink ein. Das geniale: Du kannst mehrere Pixel setzen. Also nicht nur den Facebookpixel, sondern auch den deines E-Mail-Systems, von Display-Netztwerken uvm. Du erhältst im Anschluss einen gekürzten Link, den du in deinen Kampagnen einträgst.

Jeder Lead, der deine Werbung klickt, erhält so einen Cookie, den du für dein Remarketing über Facebook, Google-Display usw. nutzen kannst. So kannst du beispielsweise eine Menge Geld sparen, wenn du in LinkedIn Ads diesen Link mit deinem Facebook Pixel ausspielst und deine LinketdIn Kontakte zukünftig (mit geringeren Klickkosten) bei Facebook kontaktierst.

Im Grunde genommen kannst du mit Hilfe von ConvertLink deine Kontakte von überall in eine beliebige Custom Audience eines beliebigen Netzwerks bekommen.

Eigene Verkaufsseite

Diese Variante ist relativ aufwendig und nur dann sinnvoll, wenn der Vendor einen Affiliatelink direkt auf die Bezahlseite (Cartpage) anbietet. In diesem Fall kannst du selbst eine Verkaufsseite gestalten und die Bestellbuttons direkt mit der Bezahlseite verlinken.

Der Vorteil: Du bist absolut flexibel und kannst beliebige Facebook Remarketing Pixel und Cookies von anderen Plattformen (z.B. Google Display) einbinden. Auch Autoresponder wie Klick-Tipp oder CRM-Tools wie Hubspot bieten ein Tagging über eigene Pixel für das Remarketing – in dem Fall per E-Mail – an.

Squeeze Page mit einem Lead Magnet

Anstatt das Affiliate Produkt direkt zu bewerben, kannst du ein eigenes Feebie nutzen. Das kann ein Whitepaper oder ein kleiner Onlinekurs sein. Beides ist schnell erstellt, sollte aber einen direkten Bezug auf das Problem haben, dass du mit den Affiliate Produkten lösen wirst. Hierzu bietest du auf einer Webseite dein Freebie gegen Abgabe der E-Mail-Adresse an. So kannst du Interessenten per E-Mail-Kampagnen nach und nach zu verschiedenen Produkten passend zum Thema informieren.

Der Vorteil: Du investierst nur einmal in PPC und kannst im Nachgang kostenlos per E-Mail werben.

Natürlich lädt nicht jeder dein Freebie runter. Daher mein Tipp: Versehe deine Seite gleichzeitig mit den Retargeting Pixeln von Facebook, Google Display und allen anderen Kanälen, die du jetzt oder in Zukunft nutzt. So baust du dir gleichzeitig eine E-Mail-Liste und auch Custom Audiences bei deinen Netzwerken auf für ein zielgerichtetes und kostenoptimiertes Retargeting auf.

Wenn du noch nicht so fit bei der Webseitenerstelung und dem Einbesten von Pixeln bist, kannst du alternativ einen Webseitenbaukasten (z.B. Wix) oder einen Landingpagegenerator nutzen. Zur Verlinkung nimmst du dann einfach ein Tool wie ConvertLink, dass die Pixel schon bei der Weiterleitung auf deine Squeeze Page setzt.

Als Leadmagnet bietet sich insbesondere ein kleiner Onlinekurs an, weil die meisten Kursplattformen (wie Coachy) direkt einen Landingpagegenerator und ein E-Mail-Kampagnentool mit an Bord haben. So sparst du Zeit und Geld. In diesem Beitrag findest du aber auch weitere Lead Magnet Beispiele.

Facebook Retargeting Pixel beim Vendor einreichen

Nur die allerwenigsten Vendoren sind bereit, deinen Pixel auf ihren Seiten einzubetten. Neben dem enormen Aufwand fürchtet der Produktanbieter DSGVO-Probleme und die Verwendung der eigenen Zielgruppe als Custom Audience für Wettberbskampagnen. Dennoch gibt es Ausnahmen von der Regel (z.B. Klick-Tipp baut deinen Pixel für dich ein) und eine Frage hat noch niemanden geschadet.

Fazit

Remarketing über mehrere Kanäle maximiert den Return on Invest aus deinen Werbemaßnahmen um ein Vielfaches. Auch Anfänger können mit Tools wie ConvertLink Facebook Retargeting Pixel von überall setzen. Daher sollte ein zielgerichtetes crossmediales Marketing auch für Affiliate Marketer kein Hindernis mehr sein.

[Gesamt:    Durchschnitt:  /5]

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